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Kategorie: Tierversuchsfreie Haarpflege

5 Inhaltsstoffe in Kosmetik, die unserer Haut schaden können

Ob Gesichts-, Körper- oder Haarpflege – jedes Kosmetikprodukt besteht aus einer mehr oder weniger umfangreichen Liste an Inhaltsstoffen. Und jede Substanz, die unsere Haut berührt, wirkt auf irgendeine Weise auf sie. Viele Inhaltsstoffe haben eine positive Wirkung auf unsere Haut, die meisten schaden ihr zumindest nicht. Aber es gibt auch eine Reihe von schlechten Inhaltsstoffen in Kosmetik, die man vermeiden sollte. Entweder weil sie gesundheitsschädlich sein können, Allergien auslösen oder krebserregend wirken können oder die Hautalterung beschleunigen.
In diesem Beitrag möchte ich euch 5 Inhaltsstoffe vorstellen, auf die ihr in euren Pflegeprodukten eurer Haut zu Liebe lieber verzichten solltet und euch erklären, warum sie schlecht für eure Haut sein können.

vergällter Alkohol

Alkohole sind in unterschiedlichen Formen in vielen Kosmetika enthalten. Insbesondere in Naturkosmetik kommen sie oft als Konservierungsmittel oder Fettlöser zum Einsatz, um auf synthetische Lösungsmittel und Parabene verzichten zu können. Das ist prinzipiell eine gute Sache, denn Parabene sind nicht unumstritten und stehen noch immer im Verdacht, krebserregend wirken zu können. Außerdem sind sie sehr viel schädlicher für die Umwelt als Alkohole.
Problematisch wird Alkohol als Inhaltsstoff in unserer Hautpflege dann, wenn es sich um vergällten Alkohol handelt. Dieser ist sehr viel günstiger als die unvergällte Variante des Alkohols, weil er nicht unter die Alkoholsteuer fällt. Das Vergällen von Alkoholen geschieht mit Hilfe von Phthalaten, welche über die Haut aufgenommen werden können. Dort können sie die Zellstruktur der Haut schädigen, die Hautalterung beschleunigen, die Haut austrocknen und sogar die Fruchtbarkeit beeinträchtigen.
Vergällter „schlechter Alkohol“ zählt also zu den schlechten Inhaltsstoffen, auf die man möglichst verzichten sollte. Es gibt aber glücklicherweise auch „guten Alkohol“, so genannte Fettalkohole. Diese werden aus pflanzlichen Fettsäuren gewonnen und wirken als Weichmacher und Verdicker in vielen Pflegeprodukten. Fettalkohole wirken auf unsere Haut nicht reizend, halten sie weich und geschmeidig und sind nicht komedogen. Fettalkohole sind als Inhatsstoff in der Hautpflege den vergällten oder denaturierten Alkoholen also vorzuziehen.

Wie erkenne ich „gute“ und „schlechte“ Alkohole?

Wenn man sich die Inhaltsstoff-Listen auf Kosmetikprodukten anguckt, stößt man schnell auf viele für den Nicht-Chemiker unverständliche Begriffe. Allein Alkohole können unter 12 verschiedenen Bezeichnungen auftauchen. Welche davon sind jetzt aber die guten Fettalkohole und welche die schlechten Alkohole?

Zu den guten Alkoholen gehören:

Behenyl Alcohol, Cetearyl Alkohol, Cetyl Alcohol, Lanolin Alcohol, Stearyl Alcohol

Zu den schlechten Alkoholen gehören:

Alcohol denat., Benzyl Alcohol, Ethanol, Ethyl Alcohol, Isopropyl Alcohol, Methanol, SD Alcohol

Außer auf schlechte Alkohole solltet ihr in diesem Zusammenhang auch auf alles verzichten, was „Phthalate“ im Namen hat, wie zum Beispiel Butyl Benzyl Phthalate oder Diethyl Phthalate.

Wenn eure Haut sensibel auf denaturierte Alkohole reagiert und ihr sie vor unnötiger Reizung, vorzeitiger Alterung und dem Austrocknen bewahren wollt, greift ihr also lieber zu Produkten, die Alkohole aus der ersten Kategorie enthalten.
Leider kommt es hin und wieder vor, dass gerade auf Naturkosmetik-Produkten in den Inhaltsstoff-Listen lediglich der Begriff „Alkohol“ ohne nähere Angaben auftaucht. Hierbei handelt es sich leider oftmals um den günstigeren vergällten Alkohol. Wenn ihr ganz sicher gehen wollt, fragt ihr in diesem Fall lieber direkt beim Hersteller nach, um welchen Alkohol es sich genau handelt.

Parfüme und synthetische Duftstoffe

Ein weiterer potentiell schädlicher Inhaltsstoff, der in vielen Kosmetik- und Pflegeprodukten vorkommt, ist Parfum. Parfüme oder auch synthetische Duftstoffe werden oft in Cremes, Seren, Shampoo oder Lotion eingesetzt, um dem Produkt einen angenehmen Duft zu verleihen und chemische Gerüche zu überdecken.
Synthetische Duftstoffe sowie einige aus natürlichen Substanzen extrahierte Duftstoffe können auf unsere Haut aber sehr reizend wirken, Unverträglichkeiten und sogar dauerhafte Allergien auslösen. Dies äußert sich oft in juckender, schuppender Haut, Ausschlägen, Ekzemen oder Schwellungen.

Wie erkenne ich besonders allergene Duftstoffe und Parfüme?

Einige Duftstoffe gelten als besonders allergenisierend und müssen deshalb in Inhaltsstoff-Listen gesondert deklariert werden, dürfen also nicht nur als „Parfum“ oder „planzliche Duftstoffe“ aufgeführt werden.

Zu den besonders reizenden Duftstoffen gehören unter anderem:

Citral, Eugenol, Hydroxycitronellal, Benzyl Salicylate, Cinnamal, Coumarin, Geraniol, Hydroxyisohexyl 3-Cyclohexene Carboxaldehyd, Farnesol, Butylphenyl Methylpropional, Linalool, Benzyl Benzoate, Citronellol und Limonene

Auch die natürlichen Extrakte des Eichenmooses und Baummooses (Evernia Prunastri Extract und Evernia Furfuracea Extract) gelten als besonders reizende Inhatsstoffe.
Eine vollständige Liste der potentiell allergenen deklarationspflichtigen Duftstoffe findet ihr auf dieser Inhaltsstoff-Liste von AGES.

Insbesondere wenn ihr sensible Haut habt, zu Allergien neigt oder Hautkrankheiten wie Neurodermitis oder Rosacea habt, solltet ihr auf den Inhatsstoff-Listen eurer Pflegeprodukte auf diese potentiell schädlichen Duftstoffe und Parfüme achten.

Paraffine und Mineralöle

Paraffine, Mineralöle, Erdöle oder auch Vaseline genannt, sind nicht nur aufgrund ihrer Gewinnungsverfahren schädlich für die Umwelt. Sie können auch der menschlichen Haut schaden, wenn sie regelmäßig benutzt werden.
Auf den Inhaltsstoff-Listen von Gesichts- und Körperpflege tauchen Paraffine deshalb so oft auf, weil sie als Nebenprodukt der Erdölverarbeitung ein günstiger Füllstoff sind. Paraffine und Mineralöle halten lange, ohne ranzig zu werden, lassen Pflegeprodukte glänzend und geschmeidig wirken und verbinden sich gut mit anderen Fetten.
Für unsere Haut aber sind Paraffine und Mineralöle alles andere als gut. Sie legen sich als Film auf die Haut, ziehen nicht in sie ein, verstopfen die Poren und stören so die natürlichen Atmungs- und Regenerationsprozesse der Haut. Die Haut fühlt sich dann zwar oft weich und geschmeidig an, trocknet aber von innen heraus langsam aus, weil keine wirklich nährenden Substanzen mehr in die Haut eindringen können. Dies führt dann oft zu einer gefühlten Abhängigkeit der Haut von paraffinhaltigen Pflegeprodukten.

Wie erkenne ich Mineralöle und Paraffine in Kosmetika?

Auf den Inhaltsstoff-Listen von Pflegeprodukten tauchen Paraffine und Mineralöle unter verschiedenen Namen auf.

Die gebräuchlichsten Namen für Mineralöle in Kosmetik sind:

Cera Microcristallina, Ceresin, Microcrystalline Wax, Mineral Oil, Ozokerite, Paraffinum Liquidum, Petrolatum

Von der regelmäßigen Anwendung von Paraffinen und Mineralölen ist in jedem Fall abzuraten, ganz besonders aber, wenn ihr trockene oder geschädigte Haut habt. Auch reifer Haut schaden Paraffine besonders, da sie Trockenheit und Faltenbildung verstärken können.
Als Alternative zu Mineralölen sind planzliche Öle und Fette empfehlenswert, weil diese gut von der Haut aufgenommen werden können, ohne die Hautatmung zu beeinträchtigen.

schlechte Inhaltsstoffe in Kosmetik und Pflegeprodukten können der Haut schaden

PEGs und scharfe Tenside

Waschsubstanzen, auch Tenside genannt, sorgen in den meisten Shampoos, Duschgelen und Badezusätzen für viel Schaum und eine gute und schnelle Reinigung. Sie entfernen Schmutz, Hautfett und Schweiß und hinterlassen saubere Haut und Haare. Aber Tenside sind nicht gleich Tenside. Die so genannten Polyethylenglykole (PEGs) sind synthetische Waschsubstanzen, die gerne wegen ihrer guten Reinigungswirkung und Schaumbildung eingesetzt werden. Sie sind günstig und oft der Hauptbestandteil von herkömmlichen Duschgelen und Shampoos.
Für unsere Haut sind sie deshalb schädlich, weil sie nicht nur Schmutz entfernen, sondern auch die natürliche Hautschutzbarriere schwächen, der Haut Feuchtigkeit entziehen und sie durchlässiger für Giftstoffe machen. Regelmäßige Verwendung von Kosmetika mit einem hohen Anteil an synthetischen Tensiden kann also die Haut austrocknen und sie nachhaltig schwächen. Die Folge sind trockene, spannende Haut, Juckreiz, Ekzeme oder Schuppen.

Wie erkenne ich scharfe Tenside?

Die mit Abstand schärfsten Tenside mit der größten austrocknenden Wirkung auf Haut und Haare sind die so genannten anionischen Tenside (PEGs). Die waschaktiven Verbindungen in anionischen Tensiden beinhalten meist Natrium (Sodium) oder Ammonium, was auch im Namen auf den Inhaltsstoff-Listen erkennbar ist.

Zu den anionischen Tensiden gehören zum Beispiel:

Sodium Lauryl Sulfat, Disodium Laureth Sulfosuccinate, Ammonium Lauryl Sulfat, Sodium Lauryl Sulfoacetate

Weniger austrocknend wirken die so genannten amphoteren Tenside. Zu ihnen zählen beispielsweise die so genannten Betaine und die Sultaine. Diese Namensbestandteile findet man auch in den Inhaltsstoff-Listen von Shampoo und co.

Zu den amphoteren Tensiden gehören zum Beispiel:

Cocoamidopropyl Betain, Cocoamidopropyl Hydroxysultain

Die so genannten kationischen Tenside kommen oft in Spülungen und Haarkuren, aber auch in Weichspülern und Desinfektionsmitteln vor, weil sie zwar nur eine geringe Reinigungswirkung haben, dafür aber als oberflächenglättende Filmbildner wirken. Sie wirken zwar weniger austrocknend auf die Haut als anionische Tenside, können aber dafür die Haut stärker reizen und sind biologisch sehr schlecht abbaubar.

Zu den kationischen Tensiden in Kosmetika gehören unter anderem:

Polyquaternium, Centrimonium Chlorid, Acetamidopropyl Trimonium Chloride, Quaternium, Behentrimonium Chloride

Die am hautfreundlichsten Tenside sind mit Abstand die nichtionischen Tenside. Sie bestehen oft aus Fettalkoholen und Monosacchariden, sind biologisch gut abbaubar und auch oft in Naturkosmetik zu finden. Ihre austrocknende Wirkung ist vergleichsweise gering und sie schädigen die Hautbarriere sehr viel weniger als synthetische PEGs.

Zu den nichtionischen Tensiden zählen zum Beispiel:

Coco Glucoside, Decyl Glucoside, Alkylpolyglucoside

Insbesondere wenn ihr trockene, sensible oder geschädigte Haut habt, empfiehlt es sich also, Reinigungsprodukte auf Basis von nichtionischen Tensiden zu verwenden. Diese sind nicht nur schonender zur Haut sondern auch zur Umwelt.

Diese schlechten Inhaltsstoffe solltest du in deiner Körperpflege vermeiden

Formaldehyde und Formaldehydabspalter

Formaldehyde und verschiedene Substanzen, die aus Formaldehyd abgespalten werden, kommen in Kosmetik- und Pflegeprodukten vor allem als Konservierungsstoff, Lösungsmittel und in Nagelhärtern zum Einsatz. Aber auch in Selbstbräunern und Haarpflegeprodukten finden sich Formaldehydabspalter. Besonders gern verwendet werden verschiedene Formen von Formaldehydabspaltern hierfür aufgrund ihrer Fähigkeit, besonders stabile Verbindungen zu bilden.
Wenn Formaldehyd aber in zu großen Mengen oder regelmäßig mit Haut oder Schleimhäuten in Kontakt kommt oder eingeatmet wird, kann es zu Reizungen der Atemwege, Schleimhäute und der Haut kommen. Formaldehyd kann die Hautschutzbarriere massiv stören, die Haut austrocknen und die Hautzellen angreifen. Das führt zu trockener, juckender Haut, schneller Hautalterung, Allergien, Ekzemen und teilweise sogar zu Schlaf- und Gedächtnisstörungen. Hohe Konzentrationen an Formaldehyd können zudem krebserregend wirken.

Wie erkenne ich Formaldehydabspalter in Kosmetika?

Nicht nur das eigentliche Formaldehyd ist schädlich für die Haut und die Umwelt, auch bestimmte Stoffe, die bei der Zersetzung von Formaldehyd entstehen, können den Organismus schädigen.

Solche Formaldehydabspalter sind zum Beispiel:

Diazolidinyl Urea, Dimethyl Imidazolidione, DM Hydantoin, Imidazolidinyl Urea, Methyldibromo Glutaronitrile, Quaternium-15, Sodium Hydroxymethyl Glycinate, 2-Bromo-2-Nitropropane, 5-Bromo-5-Nitro-Dioxane

In Naturkosmetik sind Formaldehyd und seine Abspalter glücklicherweise verboten, aber beim Kauf von konventionellen Selbstbräunungsprodukten, Nagelhärtern und Nagellacken sollte man auf oben genannte Stoffe achten. Vor allem dann, wenn man unter Allergien leidet, Hautkrankheiten hat oder unter Krankheiten der Atemwege leidet.

Wer langfristig auf schlechte Alkohole, allergene Duftstoffe, Paraffine, scharfe Tenside und Formaldehyde in seinen Pflegeprodukten verzichtet, tut seiner Haut und seiner Gesundheit einen großen Gefallen und vermeidet viele Ursachen trockener Haut, vorzeitiger Hautalterung und Fältchenbildung. Außerdem beugt ihr damit Kontaktallergien, Ekzemen und Atemwegserkrankungen vor und tut auch der Umwelt etwas Gutes.
Wenn ihr auf der Suche nach Inspiration zu Hautpflege ohne schlechte Inhaltsstoffe und Schadstoffe seid, hilft euch unser Artikel über vegane und tierversuchsfreie Gesichtspflege weiter.
Noch mehr Informationen über Inhalttstoffe in Kosmetik und Pflegeprodukten, ihre Wirkungen und Risiken und ihre Umweltverträglichkeit sowie eine praktische App für unterwegs gibt es auch auf Codecheck.

Vegane Haarbürsten für jeden Haartyp

Schon meine Großmutter hat es mir immer wieder gepredigt – jeden Tag 100 Bürstenstriche mit der Haarbürste über den Kopf und die Haare bleiben glänzend und gesund. Damals schenkte sie mir eine Holzbürste mit Wildschweinborsten, heute habe ich vegane Haarbürsten als Alternative zu Tierborsten gefunden und sie lieben gelernt.
Aber warum ist das tägliche Bürsten so wichtig für Haare und Kopfhaut? Woraus bestehen vegane Haarbürsten? Und wo findet man vegane Haarbürsten ohne tierische Bestandteile?

Warum ist das Bürsten so wichtig für Haare und Kopfhaut?

Abgesehen vom Entwirren der Haare nach dem Waschen und der Hilfe beim täglichen Frisieren bietet eine gute Haarbürste viele Vorteile für die Gesundheit von Haaren und Kopfhaut. Regelmäßiges kräftiges Bürsten regt die Druchblutung der Kopfhaut an und stimuliert die Talgproduktion sowie das Gewebe um den Haarbalgmuskel. Das kräftigt das Haar und kann gegen einen schnell fettenden Ansatz helfen.
Außerdem verteilt das Bürsten natürliche Öle und Fette vom Haaransatz gleichmäßig in den Längen und Spitzen der Haare. Das sorgt für glänzende Haare und gepflegte Spitzen und beugt Spliss vor. Zu guter Letzt entfernt gründliches Bürsten der Haare natürlich auch Schmutz, Staub und Schuppen und sorgt für frisches Volumen.

Vegane Haarbürsten für gesundes und glänzendes Haar

Im Beitrag über die Herstellung von Kosmetikpinseln haben wir euch erzählt, wo eigentlich die Haare für Pinsel mit Naturborsten herkommen. Das gilt natürlich nicht nur für Pinsel sondern auch für Bürsten aller Art, die aus Tierhaaren bestehen.

Traditionell werden die meisten Haarbürsten seit vielen Jahrhunderten aus Tierborsten gefertigt, welche oft vom Wildschwein kommen. Aber auch Dachs- oder Ziegenhaar-Bürsten sind verbreitet. Feste Tierhaare und Borsten werden deshalb so gerne für Haar- und Körperbürsten verwendet, weil sie der menschlichen Haarstruktur ähneln und deshalb schonend zu Haar und Kopfhaut sind und die natürlichen Fette im Haar besonders gut verteilen können.

Wenn man auf tierische Bestandteile verzichten möchte, gibt es mittlerweile aber zum Glück viele tierfreie Alternativen zur Wildschweinbürste – zum Beispiel gibt es einige vegane Haarbürsten aus Nylon, Metall, Holz oder Pflanzenfasern.
Vegane Bürsten aus Holz sind besonders gut darin, die Kopfhaut zu massieren und die Durchblutung anzuregen, Haarbürsten mit Nylon-Borsten sind besonders gut geeignet, um die Haare zu entwirren und zu frisieren und vegane Haarbürsten aus Pflanzenfasern eignen sich gut zum Verteilen der natürlichen Fette im Haar, sind sanft zur Kopfhaut und zum Beispiel auch gut für Kinder geeignet.

vegane Haarbürsten für jeden Haartyp

Welche Haarbürste für welchen Haartyp?

Neben den verschiedenen Materialien, aus denen vegane Haarbürsten heute bestehen können, gibt es auch eine große Auswahl an Formen. Auch wenn zwar so gut wie jede Bürste das Entwirren der Haare hinbekommt, kann es trotzdem nützlich sein, eine Form zu wählen, die zum eigenen Haartyp passt. Das verhindert nicht nur Haarschäden sondern kann auch die Haargesundheit unterstützen und zu einem besseren Ergebnis beim Frisieren führen.

Die ovale Flachbürste

Der Klassiker unter den Haarbürsten und ein echtes Multitalent – die ovale Flachbürste. Sie eignet sich sowohl für dichtes und dickes als auch für feines oder brüchiges Haar und ist zum Entwirren genauso geeignet wie zum leichten Glätten beim Föhnen. Außerdem eignet sie sich aufgrund ihrer Form wunderbar für Kopfmassagen und zum Ausbürsten am Abend.

Vegane Flachbürste von Kostkamm mit Holzborsten

Die vegane Flachbürste von Kostkamm mit Holzborsten

Hier gibt es mittlerweile eine stattliche Auswahl an veganen Modellen, aus denen gewählt werden kann. Aus Holz, aus Nylon oder aus Planzenfasern wie Sisal oder Kokos.
Ich selbst habe damals mit einem veganen Modell von dm aus Holz angefangen und benutze mittlerweile eine vegane Flachbürste mit Nylon-Borsten von Mason Pearson, von der ich sehr begeistert bin. Sie entwirrt meine mittellangen und dichten Haare schnell und zaubert beim Föhnen sehr viel Volumen ins Haar.
Haarbürsten der Britischen Marke Mason Pearson werden noch immer traditionell von Hand gefertigt und sind von sehr guter Qualität und außergewöhnlich langlebig, wenn man sie gut pflegt. Außerdem gibt es mittlerweile fast jedes Modell auch mit veganen Nylonborsten.
Gekauft habe ich mein Modell damals in Wien, ihr findet viele Modelle aber auch auf Amazon* oder in ausgewählten Kaufhäusern.
Eine große Auswahl an veganen Flach- und Kissenbürsten gibt es außerdem von der Manufaktur Kostkamm, die ebenfalls noch in Handarbeit produziert und viele vegane Haarbürsten anbietet. Kostkamm-Bürsten gibt es zum Beispiel bei Ecco Verde oder im Onlineshop von Kostkamm.

Die Paddlebürste

Die so genannten Paddlebürsten oder auch Kissenbürsten sind besonders gut geeignet für langes und glattes Haar. Sie glätten sanft beim Bürsten und sind besonders gut darin, fliegende Haare zu bändigen und langes Haare schnell zu entwirren und zu föhnen, da sie das Haar auffächern. Auch sie eignen sich sehr gut für Kopfmassagen und zum Ausbürsten.

Vegane Haarbürste Paddle Brush von Less is more

Die vegane Paddlebürste von Less is More mit Nylonborsten

Vegane Paddlebürsten sind oft aus Holz oder aus Nylon-Borsten. Diese Holzvariante von Kostkamm benutze ich sehr gerne, um die Kopfhaut zu massieren und die Haare vor dem Waschen schnell zu entwirren. Die Variante aus Nylon eignet sich besonders gut zum Entwirren von langem Haar auch nach dem Waschen.
Besonders gut für unterwegs geeignet sind die bunten Minibürsten von Less is More. Sie sind vegan, handlich und passen perfekt in die Handtasche.

Die Rundbürste

Die handlichen Rundbürsten sind im Gegensatz zu Flach- und Paddlebürsten eher zum Stylen und Föhnen als zum Ausbürsten und Entwirren nützlich. Sie geben feinem Haar Volumen, zaubern Form und Schwung ins Haar und eignen sich auch gut, um Styling-Produkte wie zum Beispiel Haarspray auszubürsten.

Auch Rundbürsten gibt es aus vielen veganen Materialien wie Nylon oder Sisalfasern. Ich benutze meine sehr gern für Föhnfrisuren und um meinen Pony zu bändigen. Besonders gern mag ich dafür die veganen Rundbürsten von Olivia Garden – sie liegen gut in der Hand, sind extrem leicht und lassen mein Haar tatsächlich schneller trocknen. Außerdem gibt es eine Linie mit Griffen aus klimafreundlichem Bambus und eine große Auswahl an Modellen mit veganen Nylonborsten in unterschiedlichen Größen.

Die Skelettbürste

Skelettbürsten sind optimale Partner für kürzere Haare, die beim Föhnen sanft in Form gebracht, entwirrt und aufgelockert werden sollen. Auch zum Frisieren des Haaransatzes eignen sie sich wegen ihrer Handlichkeit sehr gut, um beispielsweise mehr Volumen in feines Haar zu bringen. Langem und dichten Haaren helfen sie nach dem Waschen beim großen Entwirren und beim Vortrocknen.

Vegane Skelettbürste mit Sisalfasern von Kostkamm

Die vegane Skelettbürste von Kostkamm mit Sisalborsten

Vegane Skelettbürsten sind oft aus festem Kunststoff, Sisal oder Nylon, es gibt allerdings auch Modelle mit Holzborsten. Während auch hier die Holzbürste besonders gut zum Stimulieren der Kopfhaut geeignet ist, sind Modelle mit Nylon-Borsten perfekt zum Stylen und Entwirren von kürzeren Haaren.

Der Detangler

Im engeren Sinne zählt der Detangler oder „Entwirrer“ zwar nicht unbedingt zu den Bürsten, aber unter den Haar-Werkzeugen hat er durchaus seine Berechtigung. Vor allem Menschen mit langem, dichtem oder gelocktem Haar schätzen ihn oft sehr. Er entwirrt sogar nasses Haar sehr schonend, ohne Haare abzureißen und eignet sich auch gut für ein schnelles Bürsten unterwegs.

Da der klassische Detangler aus Kunststoff besteht, ist er so gut wie immer vegan. Nur auf den Kleber sollte man hier achten. Einige Modelle sind heute auch aus Acryl oder Edelharz und damit etwas umweltfreundlicher als Plastik. Als meine Haare noch länger waren, habe ich sehr gern den ikoo brush benutzt, der ohne tierische Klebstoffe auskommt und verhältnismäßig umweltschonend ist. Aber auch der klassische Tangle Teezer ist vegan und eignet sich außerdem gut für Extensions und Perücken.

Reinigung und Pflege von veganen Haarbürsten

Wer einmal in eine gute vegane Haarbürste investiert hat, sollte sie hin und wieder reinigen und pflegen, um ihr ein möglichst langes Leben ermöglichen zu können. Abgesehen vom regelmäßigen Entfernen von Haaren und Schmutz aus der Bürste, sollte man Bürsten aus Holz, Nylon oder Pflanzenfasern hin und wieder mit einem milden Shampoo – ich benutze dafür gern Babyshampoo – oder einer Naturseife waschen. Das entfernt Fette und Hautschuppen aus der Bürste, die beim Kämmen aufgenommen werden. Nach dem Waschen legt man die Bürste am Besten mit den Borsten nach unten auf ein Handtuch, damit das Wasser ablaufen und die Bürste trocknen kann.

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